Die Betreuungsvereine in Niedersachsen beschäftigen langjährig fachlich hochqualifizierte Mitarbeiter/innen. Beruflich geführte rechtliche Betreuungen werden seit dem 01.07.2005 jedoch gleichbleibend vergütet.

Diese Vergütung ist seit Jahren nicht mehr kostendeckend. Die Folge ist, dass Vereinsbetreuer/innen immer mehr rechtliche Betreuungen zum Auskommen übernehmen müssen. Mittlerweile führen Vereinsbetreuer/innen häufig weit über 50 Betreuungen. Die immer höher werdenden Fallzahlen beeinträchtigen die Qualität der Arbeit.

In Niedersachsen gibt es derzeit 58 anerkannte Betreuungsvereine und es werden über 10.000 Betreuungen von ca. 360 hauptamtlichen Vereinsbetreuer/innen geführt.

Die Betreuungsvereine in Niedersachsen unterstützen zudem mehrere Tausend ehrenamtliche Betreuer/innen in ihrer Arbeit. Darüber hinaus beraten sie tausende Menschen zu Vorsorgevollmachten. Wenn die Betreuungsvereine als kompetente Ansprechpartner/innen für ratsuchende Bürger/innen wegfallen, wird das Ehrenamt erheblich geschwächt - das soziale System kippt!

Die Betreuungsvereine brauchen eine sofortige Erhöhung der Stundensätze für beruflich geführte rechtliche Betreuungen. Die Ergebnisse der vom Bundesjustizministerium beschlossenen rechtstatsächlichen Erhebung zur "Qualität in der rechtlichen Betreuung" kommen für die Betreuungsvereine zu spät.

Betreuungsvereine sind jetzt in ihrer Existenz bedroht.

Sie können nicht bis 2018 warten!

Das Vormünder- und Betreuungsvergütungsgesetz (VBVG) muss umgehend geändert werden. Für diese Gesetzesänderung bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Eine Bundesratsinitiative aus Niedersachsen ist notwendig.

Bitte denken Sie daran: Auch Sie oder Ihre Angehörigen können in die Situation kommen, die Hilfe eines Betreuungsvereins zu benötigen. Betreuungsvereine verdienen mehr!



Kontakt:
Betreuungsvereine in Niedersachsen
c/o Ulrich kl. Stüve, Vechta
Sozialdienst kath. Frauen
Kronenstraße 5
49377 Vechta